Das Wichtigste im Überblick
- Die geschützten Gewässer des Hjørundfjord sind an den meisten Tagen ruhig. In den inneren Fjordbecken ist der Wellengang im Vergleich zum offenen Meer gering, sodass die Fahrt für die meisten Passagiere angenehmer verläuft.
- Die mittleren und unteren Bereiche des RIBs bewegen sich am wenigsten. Die Sitzplätze am Bug sind stärkeren Bewegungen ausgesetzt. Wenn Ihnen Stabilität wichtig ist, fragen Sie den Skipper beim Einsteigen nach der besten Platzierung.
- Essen Sie vorher eine leichte Mahlzeit. Vermeiden Sie Alkohol und schwere Speisen. Frei verkäufliche Mittel gegen Übelkeit, die Sie eine Stunde vor der Abfahrt einnehmen, können empfindlichen Mägen helfen.
- Skipper und Guide behalten alle Passagiere im Blick. Wenn Sie sich während des 1h45 Abenteuers unwohl fühlen, können sie jederzeit die Geschwindigkeit verringern, den Kurs ändern oder nach Ålesund zurückkehren.
- Warme Schwimmanzüge und Schwimmwesten werden bereitgestellt. Beim Wenden kann Spritzwasser entstehen. Sitzen Sie weiter innen statt an den äußeren Rändern, um möglichst wenig Gischt abzubekommen.
Warum Fjordwasser ruhig und geschützt bleibt
Der Hjørundfjord ist eine geschützte Wasserstraße, die tief in die norwegische Landschaft eingeschnitten ist und auf beiden Seiten von steilen Berghängen gesäumt wird. Diese natürliche Geografie wirkt als Barriere gegen Dünung und Wind vom offenen Meer. Anders als Küstengewässer, die der North Sea ausgesetzt sind, sorgt die abgeschlossene Form des Fjords für kleinere und seltenere Wellen. Selbst wenn die Bedingungen außerhalb rau sind, bleibt das Wasser im Inneren relativ ruhig. Dieser Schutz ist der Grund, warum RIB-Touren hier ganzjährig stattfinden und warum Seekrankheit deutlich seltener auftritt als bei Bootstouren auf offenem Wasser.
Die Fahrt von 1 Stunde 45 Minuten von der Keiser Wilhelms g. 6 in Ålesund zum Hjørundfjorden führt Sie mit zunehmender Entfernung von der Küste und tiefer hinein ins Fjordsystem in immer ruhigere Gewässer. Ihr Skipper kennt diese Gewässer bestens und wählt die Route so, dass das Boot die ruhigsten Fahrrinnen nutzt. Dennoch ist ein leichtes Schaukeln normal und zu erwarten. Dank des Schutzes durch den Fjord ähnelt die Bewegung eher einer Fahrt auf einer leicht holprigen Landstraße als dem anhaltenden Stampfen auf offenem Wasser.
Was Sie vor dem Einsteigen essen und trinken sollten
Essen Sie 1 to 2 Stunden vor dem Einsteigen eine leichte, ausgewogene Mahlzeit. Ein völlig leerer Magen neigt eher zu Übelkeit als ein Magen, in dem sich etwas Nahrung befindet. Wählen Sie leicht verdauliche Lebensmittel: Toast, Haferbrei, Pasta oder eine Banane sind gut geeignet. Vermeiden Sie am Morgen Ihrer Tour fettreiche, fettige oder sehr scharfe Speisen, da sie schwer im Magen liegen und Übelkeit verstärken. Auch ausreichend Flüssigkeit ist wichtig. Trinken Sie in den Stunden vor der Abfahrt regelmäßig Wasser, aber überlasten Sie Ihren Magen nicht direkt vor dem Einsteigen.
Ingwer ist ein natürliches Mittel, das viele Menschen als hilfreich empfinden. Sie können etwa 30 Minuten vor Beginn der Tour Ingwertabletten einnehmen, Ingwertee trinken oder kandierten Ingwer essen. Auch Pfefferminze wirkt beruhigend auf das Verdauungssystem. Vermeiden Sie am Abend zuvor und am Morgen Ihrer Tour Alkohol, da er dem Körper Flüssigkeit entzieht und Reisekrankheit wahrscheinlicher macht. Wenn Sie in fahrenden Fahrzeugen generell zu Übelkeit neigen, sollten Sie vor Ihrer Reise einen Arzt nach geeigneten Medikamenten fragen. Es ist nichts Ungewöhnliches daran, vorbeugend eine Dosis einzunehmen - viele Tourteilnehmende tun das.
Die geschützten Gewässer von Hjørundfjord sind an den meisten Tagen spiegelglatt
Sitzposition und Belastung der Wirbelsäule: Wo Sie sitzen sollten
Das RIB verfügt über mehrere Sitzbereiche, und die Bewegung unterscheidet sich je nach Platz deutlich. Die mittleren Sitze, etwa auf halber Bootslänge, weisen die geringsten vertikalen Bewegungen auf. Hier wird Ihre Wirbelsäule am wenigsten belastet und die Fahrt ist insgesamt am ruhigsten. Die vorderen Sitze nahe dem Bug bewegen sich beim Überfahren kleiner Wellen stärker auf und ab, bieten dafür aber eine hervorragende Sicht nach vorn. Die hinteren Sitze nahe dem Motor haben ein anderes Bewegungsmuster: weniger vertikale Bewegung als am Bug, aber ein leichtes Schaukeln von Seite zu Seite, wenn das Heck dem Wasser folgt. Wenn Sie einen empfindlichen Rücken haben oder zu Reisekrankheit neigen, bitten Sie bei Ihrer Ankunft um einen Sitzplatz in der Mitte.
Der Rumpf des RIB ist darauf ausgelegt, über das Wasser zu gleiten, statt es zu durchpflügen. Dadurch bleiben die Bewegungen im Vergleich zu traditionellen Fischerbooten insgesamt gering. Dennoch spüren Sie Unebenheiten durch die feste Fiberglaskonstruktion direkter als in einem Kabinenboot mit gepolsterten Sitzen. Tragen Sie Schuhe mit gutem Halt und stabilisieren Sie Ihre Körpermitte, indem Sie aufrecht sitzen statt zusammengesackt. Halten Sie sich bei Unsicherheit leicht an den Haltegriffen fest. Der Skipper passt die Geschwindigkeit den Bedingungen an. Raueres Wasser bedeutet also nicht zwangsläufig eine unruhige Fahrt, sondern ein vorsichtigeres Tempo.
Gischt, Spritzwasser und die richtige Kleidung
Zu Ihrer Buchung gehört ein warmer Schwimmanzug. Tragen Sie ihn. Selbst an ruhigen Tagen sind aufgrund der Geschwindigkeit und der offenen Bauweise des RIBs Wasserspritzer unvermeidlich, besonders wenn Sie vorn oder an den Seiten sitzen. Auf Fjordtouren ist das Spritzwasser meist leicht und nur gelegentlich, doch Ihre Kleidung wird feucht werden. Der Schwimmanzug ist eine winddichte Außenschicht, die Ihre Kleidung darunter schützt. Tragen Sie mehrere Schichten darunter: Eine Basisschicht sowie eine mittlere Schicht aus Fleece oder Wolle halten Sie warm, selbst wenn Sie von Spritzwasser getroffen werden. Wolle und Synthetik trocknen schnell, Baumwolle nicht.
Ihre ebenfalls bereitgestellte Schwimmweste und Sicherheitsausrüstung bieten eine zusätzliche Schutzschicht. Bringen Sie eine wasserdichte Tasche für Ihr Handy, Ihre Kamera und Wertsachen mit. Tragen Sie, falls vorhanden, einen Hut oder eine Mütze - so schützen Sie Gesicht und Kopf vor Spritzwasser und Wind. Sonnencreme ist unverzichtbar, da das vom Wasser reflektierte Licht die UV-Belastung verstärkt. Vermeiden Sie offene Schuhe und tragen Sie Schuhe mit griffigen Sohlen, damit Sie beim Einsteigen oder Bewegen auf dem nassen Deck nicht ausrutschen. Wenn Sie eine Sonnenbrille tragen, sichern Sie sie mit einem Brillenband - Wind und Bewegung können sie leicht herunterreißen.
15 km
Die geschützten Gewässer von Hjørundfjord liegen 15 km landeinwärts von der offenen See, wodurch die Dünung minimal bleibt.
Brillen und Kontaktlinsen auf dem Wasser
Wenn Sie eine Brille tragen, bringen Sie ein Brillenband oder eine Sicherungskordel mit. Eine plötzliche Böe oder Ihre eigene Bewegung während der Tour kann die Brille verrutschen lassen, und sie über Bord zu verlieren ist ebenso teuer wie ärgerlich. Befestigen Sie das Band an beiden Brillenbügeln und legen Sie es um Ihren Hinterkopf. Viele Wassersportbegeisterte verwenden dafür Neoprenbänder. Prüfen Sie den Sitz vor dem Einsteigen, damit Sie sicher sein können, dass alles fest sitzt.
Für Kontaktlinsenträger stellt sich eine andere Herausforderung: Salzwasserspritzer und Wind lassen die Augen schneller austrocknen. Bringen Sie Benetzungstropfen für Kontaktlinsen mit und wenden Sie sie während der Tour alle 30 to 45 Minuten an. Falls sich Ihre Augen unangenehm anfühlen, nehmen Sie die Kontaktlinsen heraus und bewahren Sie sie sicher in einem Behälter auf. Sonnenbrillen mit Sehstärke sind eine ausgezeichnete Alternative, falls Sie welche haben. Sie vermeiden die Probleme mit Beschlagen und Spritzwasser bei gewöhnlichen Brillen und schützen zugleich Ihre Sicht. Wofür Sie sich auch entscheiden: Testen Sie es vorher bei windigen Bedingungen. Die Fjordlandschaft ist wunderschön, und Sie möchten sie klar sehen können.
Wenn Ihnen unwohl wird: Den Skipper informieren
Ihr Skipper ist darauf geschult, Anzeichen von Unwohlsein zu erkennen, und achtet während der gesamten Fahrt auf alle Passagiere. Wenn Ihnen übel oder schwindelig ist oder Sie sich unwohl fühlen, geben Sie dem Skipper oder einem Crewmitglied sofort Bescheid. Warten Sie nicht ab und hoffen Sie nicht, dass es von selbst vorbeigeht. Eine einfache Handbewegung oder ein Zuruf genügt. Der Skipper kann das Boot verlangsamen, Ihren Sitzplatz wechseln oder die Route anpassen. Viele Skipper verfügen über umfangreiche Erfahrung darin, für das Wohlbefinden der Passagiere zu sorgen, und wissen genau, was hilft. Ein Platz in der Mitte des Boots, kurz die Augen zu schließen oder den Blick auf den Horizont zu richten, verschafft oft innerhalb weniger Minuten Erleichterung.
Frische Luft und ein fester Orientierungspunkt an Land gehören zu den wirksamsten Mitteln gegen Übelkeit auf dem Wasser. Die offene Bauweise des RIBs sorgt bereits für reichlich frische Luft, doch es hilft, sich so zu drehen, dass Sie mehr Wind abbekommen. Wenn Sie Ihren Sitzplatz verlassen müssen, unterstützt Sie der Skipper dabei sicher. Es gibt keinen Grund zur Scham, wenn Sie herausfinden, was Ihrem Körper hilft - jeder Mensch reagiert anders auf Bewegung.
Vorzeitiger Ausstieg: Ihre Möglichkeiten und Optionen
Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt während der Tour beschließen, dass Sie ans Ufer zurückkehren müssen, teilen Sie dies dem Skipper oder der Crew mit. Das RIB ist wendig und kann relativ schnell umkehren. Die Tour startet und endet in Keiser Wilhelms g. 6 in Ålesund, sodass eine Rückkehr zum Ausgangspunkt jederzeit möglich ist. Je nachdem, wo Sie sich im Hjørundfjord befinden, wenn Sie Bescheid geben, plant der Skipper die kürzeste sichere Route zurück. Der Hinweg ist genauso lang wie der Rückweg, daher verkürzt ein vorzeitiger Ausstieg Ihre Rückfahrt nicht wesentlich, doch diese Möglichkeit besteht.
Die meisten Passagiere mit leichtem Unwohlsein stellen fest, dass sie sich innerhalb von 10 to 15 Minuten anpassen, wenn sie an Bord bleiben, ihren Sitzplatz wechseln und den Blick nach außen richten. Die Übelkeit erreicht häufig ihren Höhepunkt und lässt dann nach, sobald sich Ihr Körper an die Bewegung gewöhnt. Dennoch sind Ihr Komfort und Ihre Sicherheit wichtiger als die vollständige Tour. Der Skipper hat solche Situationen bereits erlebt und wird Ihnen weder das Gefühl geben, unter Zeitdruck zu stehen, noch unerwünscht zu sein. Wenn Sie sich ernsthaft Sorgen machen, wie gut Sie die Fahrt vertragen, sprechen Sie vor der Abfahrt mit dem Skipper. Erfahrene Guides haben oft Tipps, die speziell auf die Bedingungen des jeweiligen Tages abgestimmt sind.
Bereit? Ihr Skipper passt die Fahrt an Sie an
Jetzt buchen| Sitzplatz am Bug | Sitzplatz in der Bootsmitte | Sitzplatz am Heck | |
|---|---|---|---|
| Bewegungsempfinden | Reagiert am stärksten auf Wellen | Ruhigste Fahrt | Mäßige Nickbewegungen |
| Spritzwasser | Hoch | Minimalistisch | Gering bis moderat |
| Belastung der Wirbelsäule | Am stärksten erschütternd | Geringste Belastung | Mäßige Belastung |
| Blick nach vorn | Beste Sicht | Seitliche Aussicht | Aussicht nach hinten und zur Seite |
